Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ja im Prinzip eine feine Sache. Doch guckt man sich so um und hört mal einigen Menschen bei der Meinungsäußerung zu, lässt das doch manchmal Zweifel aufkommen. Zumindest bei mir. In den Medien schallen uns täglich die hohlen Worte von Peter Sodanns, Dieter Bohlens und ähnlichen Konsorten entgegen, so dass man aus dem Fremdschämen gar nicht mehr rauskommt.

Das Gute an den Medien ist, dass ich zumindest teilweise selbst entscheiden kann womit ich mich beschäftige. Anders sieht das im Studium aus. Möchte ich meine Seminare abschließen, muss ich die Dummschwätzer in Kauf nehmen.  Dabei drängen sich immer wieder Einzelpersonen besonders in den Vordergrund, wie ich ja bereits an mehreren Stellen berichtete.
Meine neue Freundin ist ein wandelndes Klischee. Sie hat bereits 7 Semester Jura-Studium hinter sich und für mich persönlich ist es überraschend, dass sie nicht auch dabei geblieben ist, verkörpert sie doch die perfekte Jura-Tussi. Naja, vielleicht liegt es an ihrer Unfähigkeit Zusammenhänge zu erkennen. Ihre Spezialität ist es nämlich, bei Fragen der Dozenten einen Stichwortkatalog in ihrem Kopf durchzugehen und diese dann wild in den Raum zu werfen, in der Hoffnung das eins passt. So zumindest wirken einige ihrer Äußerungen (die leider nicht gerade selten sind).
Heute kam ich sogar in den Genuss ihrer Stimme 45 Minuten am Stück zu lauschen, bei einem Referat zum Thema “Geschlecht und Bildung”, das sie mit ‘lustigen’ Anekdoten aus ihrem Privatleben würzte und mit viel Charme (steht hier für Kichern nach jedem dritten Wort) vortrug. Absoluter Höhepunkt: “Ich selber wurde auch schon wegen meines Geschlechts diskriminiert. Ein Lehrer zum Beispiel sagte mal zu mir, ich solle aufhören mit meiner Dummheit zu kokettieren.”

An dieser Stelle ein kleiner Tip von mir: Manchmal ist es klüger, auf seine Lehrer zu hören.