Ich muss gestehen, ich bin ein wenig aufgeregt. Während ich hier tippe, laufen die ersten Lieder des neuen Ben Folds-Albums “Way to normal”. Sowas ist ja immer eine kritische Sache, denn die Erwartungen sind hoch und ich zumindest habe immer Angst vor einer Enttäuschung.
Während ich also gespannt höre, hier schon mal einige Details, die Herr Google mir gerade so ausspuckte: Das Album erscheint am 26. September und wer auch schonmal reinhören möchte, kann dies auf Bens Myspace-Seite tun.
Im Moment für mich fast noch spannender ist allerdings folgender Artikel: Ben Folds plant Zusammenarbeit mit Nick Hornby. Lyrics by Nick, Music By Ben. Das klingt nach einer sehr interessanten Mischung, denn wie aufmerksame Leser wissen, gehört Nick Hornby zu meinen All-time-favourites.

Jetzt aber zum Album. Der Spiegel sagt: So anarchisch (siehe: “Hiroshima (B B B Benny hit His Head)”) wird das nie was mit dem großen Mainstream-Durchbruch.
Ich stehe ja auch eher auf die sanfteren Seiten und muss mit den “anarchischen” Stücken auch eher kämpfen, aber der Ben ist ja in der Regel so vielseitig, dass auf seinen Alben für jeden was dabei ist. So scheint es auch dieses Mal zu sein.
The Frown Song” z.B. ist ein, in meinen Ohren, typisches Ben Folds-Stück, das genauso auf seinen anderen Platten einen Platz haben könnte, ebenso wie “Bitch went nuts“.
Sehr süß finde ich die Tatsache, dass er der Stadt Köln gleich 2 Titel auf seinem Album widmete, “Before Cologne“, rein instrumental, und “Cologne“, eine schöne, wenn auch etwas langatmige Ballade. Die Gerüchte, dass er zu der Stadt eine besondere Bindung hat, scheinen zu stimmen. Wer könnte es ihm verdenken…
You don’t know me“, die erste Single, ist ein Duett mit Regina Spektor, die Frau mit der zuckersüßen Stimme. Das erste Hören konnte mich nicht überzeugen, mittlerweile gefällt es mir aber doch. Allerdings müssen Lieder von Ben bei mir oft erst wachsen.
Als interessant in meinem Ohr hängen geblieben ist mir “Effington“, das schon durch einen gospelartigen Anfang auffällt. Eigentlich auch ein eher typisches Stück, aber irgendwas in mir scheint sehr auf das Lied anzuspringen. Ich vermute es ist der Rhythmus oder so. Vielleicht kann mir ein Musikexperte hier aushelfen.
Kylie from Connecticut” ist wohl neben “Cologne” das ruhigste Stück der Platte. Wunderschöne Streicher kann ich dazu nur sagen.

Jetzt bin ich also einmal durch, und zu meiner großen Freude bin ich nicht enttäuscht. Bisher haut es mich nicht von den Socken, und mir fehlen noch die Lieder mit Klassiker-Potential, aber das kann ja alles noch kommen. Das Kaufen lohnt sich aber für euch alle ganz bestimmt, also merkt euch den 26. September.