Di 23 Sep 2008
Das Leben unterm Bett
Posted by somuchcloser under .
Ich habe ja schon länger die Theorie, dass mein Leben unter meinem Bett wohnt und sich immer ins Fäustchen lacht, wenn mir was blödes passiert. Deswegen ist es dem fiesen Ding auch ganz recht geschehen, dass ich eine Weile mit kaputten Lattenrost gelebt habe, das ihm vermutlich immer auf den Kopf gefallen ist. Jetzt ist das Lattenrostproblem behoben, und prompt wird mein Leben wieder frech. So wie heute. Das war ein von langer Hand geplantes Attentat auf mich.
Alles fing damit an, dass letztens in meiner Handtasche ein Becher Joghurt platzte. Das alleine war schon ärgerlich genug, denn ich hatte natürlich wieder unglaublich viel Krimskrams in der Tasche, der auch betroffen war. Nun ja, so musste ich die Tasche jedenfalls waschen und zum Einkaufen gestern eine andere benutzen. Weil ich es nach dem Einkaufen aus irgendeinem Grund wohl eilig hatte, steckte ich meine EC-Karte nicht, wie sonst immer, ins Portemonnaie zurück, sondern warf sie lose in die Tasche. Das war natürlich ein Fehler, der aufmerksame Leser ahnt es schon.
Für heute hatte ich einen Ausflug in die Stadt geplant, um nötigen und unnötigen Kleinkram zu besorgen und beim Arzt noch ein Rezept abzuholen. Davon konnte mich nicht einmal der Regen abhalten. So zog ich also los, hochmotiviert, den langen weiten Weg bis ans Ende der Stadt, zu Fuß, im Regen. Bei der Sparkasse angekommen entschied ich, dass es nicht schaden könne, auch mal wieder Bargeld zu besitzen. Ich betrat die Sparkasse, ging an den Automaten, öffnete mein Portemonnaie und…
Ja, klar. Keine EC-Karte. Damit waren meine Einkäufe schonmal gestorben. Blieb noch der Arzt, bei dem ich laut Hausärzteprogramm keine Praxisgebühr zahlen muss. Das mit dem Rezept hätte also klappen können. Wenn nicht die Sprechstundenhilfe betroffen mitgeteilt hätte, dass der Arzt selber erst in einer Stunde zum Unterschreiben des Rezeptes da sein werde (was ich wusste, da mir der gleiche Fehler schon mehrmals unterlaufen ist) und sie außerdem 10 Euro von mir bräuchte, weil meine Krankenkasse aus dem Hausärzteprogramm ausgetreten ist.
So kam es also, dass ich eine Stunde im Regen durch die Kleinstadt lief, und absolut nichts erledigt habe. Zur Strafe sollte ich wohl mit einem harten spitzen Gegenstand unter mein Bett stoßen.
September 23rd, 2008 at 10:22 pm
Ich schlaf ja auf dem Boden, da ist kein Platz mehr für ein fieses Leben.
September 23rd, 2008 at 10:28 pm
dann musst du ein unglaublich glückliches leben führen
obwohl, in deinem blog klingt es manchmal so, als hätte dein leben sich einfach eine andere dunkle ecke gesucht.
September 24th, 2008 at 10:19 am
Dafür warst du aber gestern sehr ruhig
September 24th, 2008 at 10:30 am
ich bin eben ein sehr ausgeglichener mensch…
September 24th, 2008 at 7:32 pm
Deswegen steht ja auch über meinem Blog “Man kann alles erzählen, nur nicht sein wirkliches Leben.”. *g*
September 24th, 2008 at 8:25 pm
ach, das steckt dahinter. dein leben versteckt sich vor dir.