Ich vermute, dass mein fieses gemeines Leben gerade mal wieder unter meinem Bett sitzt und sich ins Fäustchen lacht.
Das ganze Semester schon quäle ich mich mit diesen beiden verflixten Vorlesungen um 8 Uhr morgens. Wobei man korrekterweise wohl eher sagen muss, dass ich mich weniger mit den Vorlesungen quäle, als mit der Tatsache, dass ich mich so oft nicht in der Lage sehe sie zu besuchen. Unterschätze niemals die Macht eines schlechten Gewissens.
Heute morgen jedenfalls, nach einer recht langen - bzw eher kurzen - Nacht, zwang ich mich trotz beinahe lähmender Müdigkeit aus dem Bett, wohlwissend, dass ich den Rest des Tages nicht in der Lage sein würde meine Veranstaltungen zu besuchen. Ich schleppe mich zur Uni, hole mir mit letzter Kraft einen Kaffee, öffne die Tür zum Seminarraum…

… und blicke in einen leeren Saal. Das erscheint mir ein bißchen wie die berühmt-berüchtigte Ironie des Schicksals. Ich lache, sobald ich wach bin.

Um noch etwas positives zu erwähnen und nebenbei auch noch zu erklären, warum ich meine restlichen Veranstaltungen nicht besuchen werde: Heute begebe ich mich in mein verfrühtes Wochenende zu einem äußerst netten Menschen. Sollte die Deutsche Bahn auf meiner Seite sein, werde ich “schon” um 18 Uhr mit diesem netten Menschen das Deutschlandspiel sehen. Ihr dürft also doppelt Daumen drücken, der Nationalelf und mir.

Schönes Wochenende euch allen, lasst euch nicht von eurem Leben ärgern.