Über das musikalische Gesamtkonzept des neuen Death Cab for Cutie-Albums wurde bereits an vielen Stellen berichtet, unter anderem auch bei Holger, der das alles schon sehr schön zusammengefasst hat, so dass für mich nur noch Einzelheiten bleiben.

Ein viel zu kurzes Album, dessen Charme nicht ganz so offensichtlich ist wie beim Vorgänger “Plans”. Je öfter ich es höre, desto mehr wachsen mir allerdings einzelne Lieder ans Herz.

In the silence it became so very clear
That you had long ago dissapeared.
I cursed myself for being surprised
That this didn’t play like it did in my mind.

Bixby Canyon Bridge

Sehr eingängiger Opener mit sonnigen Gitarren. Schon hier zeichnen sich die simplen Gesangsparts ab, die sich eigentlich durchs ganze Album ziehen. Die Harmonie wird allerdings durch recht rockige Klänge unterbrochen, die mich beim ersten Hören kurz erschreckten, auf die ich mich jetzt aber schon fast freue.

You dissapeared with the same speed
The idealistic things i believed
The optimist died inside of me
No sunlight

No Sunlight

Im Gegensatz zum Titel, der ja recht düster anmutet, klingt diese Lied wie der schönste Sommertag. Schön, dieser Kontrast zwischen Musik und Text.

It’s like my heart can’t take
My fall in love every day
And I feel like a fool

You can do better than me

Jaja, gewisse Geister scheiden sich hier. Das vermutlich untypischste Lied. Ich finde die Orgel unglaublich liebenswert-schrullig und fühle mich teilweise an die Beatles erinnert, kann aber nicht sagen warum. Auch hier steht der Text im Kontrast zur Musik. Ich vermute, dass mich eine tragische Lieblingsgeschichte noch nie so oft zum schmunzeln gebracht hat wie dieses Lied. Manchmal ertappe ich mich sogar beim tanzen.

But i couldn’t think there was anywhere i would have rather been
To watch it all burn away.

Grapevine fires

Wunderschöne Endzeit-Szenario-Romantik. Hier ergeben Text und Klang auch ein stimmiges Bild. Etwas wehmütig alles. Schönes Schlagzeug. Schönes Lied.

You look so defeated lying there in your new twin size bed.
With a single pillow underneath your single head.

Your new twin sized bed

So schöne Gitarren. Und so ein schöner Text, am liebsten hätte ich alles zitiert. Allerdings gefällt mir dann die Anfangszeile doch am besten, einfach rhetorisch sehr gekonnt, das Doppelbett und die doppelte Einsamkeit darin. Klingt aber auch eher sonnig.

His head was a city of paper buildings
and the echoes that remained
Of old friends and lovers,
their features bleeding together in his brain
Once it starts, it’s harder to tell them apart

Long Division

Auch ein cooles Schlagzeug, ich finde man hört Postal Service-Einflüsse raus. Ich liebe die “Remain remain remain remainder”-Stelle, allerdings lässt sich das nicht in Worten wiedergeben, das müsst ihr schon selber hören.

 

We buried our love in a wintery grave.
A lump in the snow was all that we made.
But we stayed by its side, as the days turned to weeks.
And the ice was getting thinner with every word we’d speak.

The Ice is getting thinner

 

Das letzte Lied und auch das ruhigste. Sehr reduziert. Er singt sehr schön herzzerreißend. Gelungener Abschluss.