…den Sie nicht für einen Idioten halten?”- “Na, das ist es ja eben, keiner!”

So sagte Thomas Bernhard einmal in einem Interview. Dies unterschreibe ich unter anderem aus folgenden Gründen:

  • Ein Seminar bei dem ich wie in einer Talkrunde mit Jürgen Fliege fühlte.
    Thema der Veranstaltung: Pädagogische Diagnostik
    Aufgabe: Tauscht euch über eure Erfahrungen mit Pädagogischer Diagnostik aus.
    Ergebnis: Angeblich erwachsene und intelligente Menschen beginnen vor ca 100 Fremden ihre Traumata aufzuarbeiten.
    “Mein Lehrer sagte, ich würde nie richtig lesen und schreiben lernen. Doch ich habe es geschafft! Ich habe mein Abitur bestanden und studiere nun Germanistik!”
    “Nach der Grundschule wurde mir gesagt ich müsse zur Sonderschule. Doch meine Eltern haben an mich geglaubt und nun sitze ich hier!”
    Rührende Geschichten, wirklich. Mir kommen gleich die Tränen.
  • Die Handtuch-Mentalität der Deutschen breitet sich nun auch auf die Hochschulen aus. Ja, die Seminare sind überfüllt. Ja, das ist ärgerlich. Ja, es ist unschön schon eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Uni sein zu müssen, wenn man nicht stehen möchte. Nein, es ist keine coole Idee, alle Kleidungsstücke die man hat auf die umstehenden Stühle zu verteilen um für 20 weitere Leute einen Platz frei zu halten. Und dann auch noch selber rauszugehen um zu rauchen, macht es nicht cooler.
  • Natürlich soll man auch an der Universität fragen stellen, wenn einem etwas unklar ist. Denn wer nicht fragt, bleibt schließlich dumm. Wer allerdings schon an elementaren Dingen wie z.B. der Nutzung einer Hochschul-Email-Adresse, dem Namen der Veranstaltung und ähnlichen Dingen scheitert, sollte sich vielleicht mit dem Gedanken anfreunden, dass auch Fragen stellen ihm nicht mehr helfen kann.
  • Es scheint manch einen zu überraschen, aber manchmal ist es trotz stundenlanger Diskussion nicht möglich, jeden der mindestens 100 Studenten glücklich zu machen. Du bist der einzige im Saal, der zum vorgegebenen Klausurtermin nicht kann? Und nachschreiben findest du unpraktisch? Herzlich Willkommen in der Realität, lieber Kommilitone. Leider sind wir nicht bei “Wünsch dir was”.

Tja. Vielleicht finde ich gar nicht studieren anstrengend, sondern viel eher Studenten.

Heute habe ich, und damit hinke ich wohl dem Zeitgeist ziemlich hinterher, entdeckt, dass Ally McBeal eine wirklich nette Serie ist. Wer hätte gedacht, dass ein ziemlich dämlicher Sender wie Comedy Central doch noch für was gut ist.

Am Wochenende bin ich in Marburg beim Jugendtreffen Plus. Endlich mal ein Wochenende ohne Einsamkeit. Ich freu mich schon drauf, vor allem weil ich auch endlich meine liebste N. wiedersehe.
Ein Freund vor mir ist allerdings beim Wir sind Helden-Konzert, was mich ziemlich neidisch macht und meine Freude etwas trübt. Aber nur etwas, denn Neid ist ja so eine unschöne Eigenschaft.

Jetzt hätte ich fast Schmidt und Pocher vergessen. Dabei wird das doch, laut einer bombensicheren Quelle, TV-Geschichte. Naja, ich bin gespannt, denn ich mag ja den Herrn Pocher nicht. Im Zweifelsfall muss ich mich halt wieder aufregen.